Beschreibung
Diese Studie untersucht das Werk Kazuo Ishiguros aus der Perspektive der Entfremdung und zeigt, wie seine Romane die Auswirkungen von Erinnerung, Identität, politischen Umbrüchen und gesellschaftlichem Wandel auf das Individuum beleuchten. Anhand von A Pale View of Hills (1982), An Artist of the Floating World (1986), The Remains of the Day (1989), The Unconsoled (1995), When We Were Orphans (2000), Never Let Me Go (2005) und Klara and the Sun (2021) zeichnet die Studie die Entwicklung des Motivs der Entfremdung im Gesamtwerk Ishiguros nach – von der Nachkriegszeit in Japan und England bis hin zu dystopischen und posthumanen Zukunftsentwürfen. Durch die Analyse von Figuren, die mit Schuld, Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit ringen, wird Entfremdung als zentrales Deutungsmuster herausgearbeitet, mit dem Ishiguro die Komplexität der menschlichen Existenz sowie die nachhaltigen Folgen historischer, gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen erforscht.


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