Beschreibung
Unmittelbar nach der russischen Invasion der Ukraine am 24. Februar 2022 wurden in der Metropolregion Nürnberg zahlreiche Solidaritätsbekundungen initiiert, Demonstrationen organisiert und Hilfsmaßnahmen implementiert. Auch an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) wurden umfassende Unterstützungsangebote geschaffen. Zudem haben zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen nicht nur praktische Hilfe für die Geflohenen ermöglicht, sondern auch den Diskurs über den russischen Angriffskrieg bis in die Gegenwart hinein offengehalten.
Auch auf wissenschaftlicher Ebene wurde der Austausch über die Geschehnisse in der Ukraine intensiviert. Seit dem Sommersemester 2022 hat der Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas in Kooperation mit ukrainischen Kolleginnen und Kollegen sowie Expertinnen und Experten eine Reihe von Symposien und Kolloquien organisiert. Im Rahmen der im Sommersemester 2022 abgehaltenen öffentlichen Ringvorlesung zum Thema „Der Ukraine-Krieg im Dialog“ stand das Gespräch miteinander im Vordergrund. Die Veranstaltung wurde von zahlreichen Akteuren der Metropolregion Nürnberg sowie ukrainischen Gästen bereichert, die z.T. per Videozuschaltung aus der Ukraine teilnahmen.
Der vorliegende Sammelband greift eine Vielzahl der zuvor genannten Initiativen und Aktivitäten auf und macht diese damit einer breiteren Öffentlichkeit (erneut) zugänglich. Dabei werden wissenschaftliche Darstellungen bewusst neben Erfahrungsberichten präsentiert, da nur durch diese Verbindung ein umfassendes Bild entstehen kann, welches die zahlreichen Facetten und Auswirkungen des Krieges zusammenführt. Aus demselben Grund ist es von entscheidender Bedeutung, die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen. Diesem Anliegen wird dadurch Rechnung getragen, dass zahlreiche Beiträge aus ukrainischer Feder Bestandteil dieses Bandes geworden sind.


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