Beschreibung
Kernaufgabe der Grundschule ist die Förderung der Lern- und Persönlichkeitsentwicklung aller Schüler:innen. Gerade für die Sozialentwicklung ist jedoch bislang nur unzureichend geklärt, welche Heterogenitätsmerkmale der Schüler:innen Bildungsbenachteiligungen bergen und welche Qualitätsmerkmale des Unterrichts förderlich wirken. Die vorliegende Studie untersucht diese Fragen mit Blick auf die soziale Kompetenz und die soziale Integration im dritten Schuljahr. Auf Grundlage einer multiperspektivischen Längsschnittuntersuchung werden Effekte ausgewählter Heterogenitäts- und Unterrichtsqualitätsmerkmale auf die Entwicklung der sozialen Kompetenz und Integration der Schüler:innen geprüft. Die Ergebnisse zeigen: Unter den Heterogenitätsmerkmalen können eine niedrige soziale Herkunft und v.a. ein besonderer pädagogischer Förderbedarf die soziale Entwicklung erschweren, während ein Migrationshintergrund keine Entwicklungsnachteile zeigt. Auf Ebene des Unterrichts erweisen sich die Unterstützung des Autonomie- und vor allem des Eingebundenheitserlebens als zentrale Förderfaktoren, wohingegen die Unterstützung des Kompetenzerlebens positive Sozialbeziehungen vorauszusetzen scheint. Die Befunde liefern wichtige Impulse für die inklusive Unterrichtsentwicklung und die Professionalisierung von Lehrkräften für den inklusiven Umgang mit Heterogenität.


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